Afflato

Ensemble, Afflato

Das Ensemble Afflato
Interpretation
europäischer Barockmusik

Das Ensemble Afflato lernte sich während des Studiums an der Folkwang Universität der Künste kennen. Nachdem alle Mitglieder in den unterschiedlichsten Besetzungen innerhalb und außerhalb der Hochschule aufgetreten waren, entstand der Wunsch, gemeinsam ein großes und flexibles Ensemble aufzubauen, das sich der Interpretation europäischer Barockmusik widmet.

Der Name Afflato -Hauch- betont dabei nicht zuletzt auch die Besetzung, die neben zwei Gesangsstimmen drei bedeutsame barocke Blasinstrumente umfasst. Mit Barockoboe, Traversflöte und Blockflöte kommen neben dem Barockcello und dem Cembalo originalgetreue Nachbauten der historischen Instrumente zum Einsatz. In intensiver Probenarbeit setzt sich das internationale Ensemble sowohl mit bekannteren Werken, als auch mit neu zu entdeckenden Stücken auseinander. Dabei bemühen sie sich selbstverständlich um eine historisch informierte Aufführungspraxis und ziehen bei Interpretationsfragen die jeweils zeitgenössische Literatur zu Rate.

Ihre Leidenschaft gilt nicht nur der Musik, sondern auch deren Vermittlung, weshalb sie auf moderierte Konzerte für alle Altersgruppen setzen. So gaben sie im letzten Jahr in Zusammenarbeit mit der Elfriede Gildemeier-Stiftung ein Barockkonzert für Kinder in Essen – Heidhausen.

Mitglieder

Stela Trambeva
Stela Trambeva

Stela Trambeva

Barockoboe

Nadja Choi
Nadja Choi

Nadja Choi

Sopran

 Seung‐Ho Choi
 Seung‐Ho Choi

Seung‐Ho Choi

Countertenor

Anne‐Katrin Sandmann
Anne‐Katrin Sandmann

Anne‐Katrin Sandmann

Blockflöte
Miho Shirai
Miho Shirai

Miho Shirai

Traverso & Blockflöte

Ada Tanir
Ada Tanir

Ada Tanir

Cembalo

Felix Zimmermann
Felix Zimmermann

Felix Zimmermann

Barockcello

 

Stela Trambeva

Stela Trambeva wurde in Karlovo, Bulgarien geboren. Sie studierte Moderne Oboe am Conservatorium van Amsterdam bei Pauline Oostenrijk und anschließend an der Folkwang Universität der Künste bei Prof. Michael Niesemann, wo sie zunächst die Künstlerische Reifeprüfung mit Auszeichnung ablegte, anschließend erfolgreich ihr Masterstudium der Alten Musik auf der Barockoboe absolvierte und gleichzeitig Instrumentalpädagogik studierte. Zahlreiche Meisterkurse und Sommerakademien u.a. bei Prof. Christian Wetzel, Prof. Stefan Schilli, Prof. Ingo Goritzki, Prof. David Walter und Alexei Ogrintchouk ergänzten die Ausbildung. Orchestererfahrung konnte sie mit dem Symphonieorchester an der Folkwang Universität der Künste Essen, Plovdiv Symphonie Orchestra, Schumann Camerata Düsseldorf, Ensemble Musikfabrik, Kammerphilharmonie-Europa, Larte del mondo und demYoung Euro Classic Orchestra sammeln. Ihre vielseitige Konzerttätigkeit führte sie bereits nach Brasilien, Indien und durch verschiedene Länder Europas. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit widmet sich Stela Trambeva auch der Vermittlung von Musik. So ist es ihr gelungen in kurze Zeit eine eigene Oboenklasse aufzubauen.

 

Nadja Choi

Die Sopranistin Nadja Choi begann ihre Gesangsausbildung 2004 an der Folkwang Universität der Künstebei James McLean (Grundstudium) und Prof. Rachel Robins (Hauptstudium, Aufbaustudium). Sie übernahm Sopran-Partien in Oratorien und Messen, trat bei Liederabenden auf und wirkte in zahlreichen Folkwang-Konzerten und Produktionen mit. Auf der Bühne war sie 2007 als Nannetta in „Falstaff”, 2008 als Najade in „Ariadne auf Naxos” und 2009 als Despina in „Cosi fan tutte” zu hören. Nebenbei besuchte die Sopranistin internationale Meisterkurse bei Peter Schreier, Olaf Baer, Sybilla Rubens und Barbara Schlick. 2008 sang sie in der Zeche Zollverein die 4. Sinfonie Mahlers. 2009 war sie nach ihrem Diplom Exzellenzstipendiatin der Folkwang Universität der Künste und wirkte in der Jahrhunderthalle Bochum bei der Produktion mit dem Chorwerk Ruhr in „Moses und Aron” (A. Schönberg) mit. 2011 gewann sie den „Humperdinck-Sonderpreis” im Rahmen des Liedwettbewerbs Cantando-parlando in Köln und beendete ihr Masterstudium mit Auszeichnung. Sie wurde Mitglied der Kammeroper Köln und war in der Philharmonie Essen als erste Sopranstimme in Steve Reichs „Tehillim” zu hören. 2012 sang sie am Theater Solingen und Remscheid das „Klärchen” in der Operette „Im Weissn Rössl”. Ausserdem trat sie im Konzerthaus Dortmund als Solo-Sopranistin in Carl Orffs Carmina Burana auf. 2013 sang sie mit Concerto Köln unter der Leitung von Florian Helgath die H-Moll Messevon J.S. Bach.

 

Seung-Ho Choi

Der Countertenor Seung-Ho Choi  begann zunächst sein Gesangsstudium an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Er nahm an verschiedenen Meisterkursen wie bei Paul Agnew, Wolfgang Katschner, Helen Donath, Sibylla Rubens und Barbara Schlick teil. Als Countertenor übernimmt er Mezzosporan- und Sopranpartien in Kirchenmusik und Barockoper. Seung-Ho Choi wurde als Stipendiat durch die DAAD Studienstiftung gefördert. Er war 2012  im Dortmunder Konzerthaus in Carl Orffs „Carmina Burana” als Countertenor-Solo (gebratener Schwan) zu hören und wurde von Chun-Cheon International Early Music Festival in Südkorea für das Eröffnungskonzert eingeladen. In den Weimarer Meisterkursen 2013 wurde er für die Oper „L’incoronazione di Poppea” von Monteverdi ausgewählt und sang die Hauptpartie (Nerone) mit der LauttenCompagney Berlin unter der Leitung von Wolfgang Katschner. Ein Engagement führte ihn im Februar 2014 bei dem Festival de musique baroque („B-Days”) nach Luxemburg, wo er in der Titelpartie der Oper „Rinaldo” von Händel zu hören war. Im Januar 2013 erhielt er seinen Diplomabschluss (Musiktheater Gesang) und setzt nun sein Masterstudium bei dem Countertenor Martin Wölfel an der Folkwang Universität der Künste in Essen fort.

 

Anne-Katrin Sandmann

Anne-Katrin Sandmann begann zunächst ein Studium der Instrumentalpädagogik mit dem Hauptfach Blockflöte bei Prof. Gudrun Heyens an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Nach einem erfolgreichen Diplomabschluss setzte sie ihre künstlerische Ausbildung im Studiengang Differenzierte Musikerausbildung dort fort und beendete diese ebenfalls mit dem Diplom. Seitdem studiert sie außerdem Musikwissenschaft an der Folkwang Universität. Kurse und Workshops innerhalb des Studiums und darüber hinaus ergänzten ihre Ausbildung. Bereits während des Studiums trat sie mit verschiedenen Ensembles auf. So spielte sie im Rahmen des WDR-Musikfestes bei der Niederrheinischen Landpartie mit einem Barockensemble der Folkwang Universität und trat als Solistin mit dem Kammerorchester „acroamaanimata” u.a. bei den Kulturtagen Trier-Saarburg auf. 2011 erhielt sie den Förderpreis der Köhler-Osbahr-Stiftung in der Kategorie Alte-Musik-Ensemble. Mit dem Ensemble Bellamira, das sich auf hochbarocke Musik konzentriert folgte sie 2012 und 2013 Einladungen zu Konzerten im Rahmen der „fringeconcerten” des OudeMuziek-Festivals, Utrecht. Als Blockflötenpädagogin unterrichtet sie Menschen vom Vorschul- bis zum Seniorenalter an verschiedenen Einrichtungen im Ruhrgebiet.

 

Miho Shirai

Miho Shirai wurde 1983 in Aichi (Japan) geboren. Sie bekam ihren ersten Klavierunterricht bereits mit 6 Jahren, erhielt ersten Flötenunterricht mit 12 Jahren. Sie begann 2002 ihr Studium an der Nagoya Musikhochschule in Aichi mit dem Hauptfach Querflöte bei Prof. Naoki Takagi. 2006 schloss sie das Studium als Jahrgangsbeste ab. 2007-2010 studierte sie an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf im Studiengang Künstlerische Instrumentalausbildung bei Prof. Michael Faust, danach im Aufbaustudiengang Kammermusik. Beide Abschlüsse meisterte sie mit Bravour und Auszeichnung. Seit 2010 ist sie Stipendiatin der Yehudi Menuhin Stiftung „Live Music Now” sowie seit 2012 Stipendiatin von DAAD. 2011 spielte sie mit dem Kammerorchester AcroamaAnimata als Solistin und machte eine Konzertreise nach Japan anlässlich der 150-jährigen deutsch-japanischen Freundschaft. Miho Shirai kann bereits in jungem Alter auf zahlreiche Auftritte mit namhaften Orchestern in Japan und in Deutschland zurückblicken. Sie spielt regelmäßig als Solistin und Kammermusikkünstlerin in verschiedenen Formationen. Neben zahlreichen Auftritten entdeckte sie ihr großes Interesse an Alter Musik. Ihr musikalisches Interesse gilt den historischen Querflöten und der damit verbundenen Aufführungspraxis. Seit 2012 studiert sie an der Folkwang Universität der Künste im Studiengang Master of Music mit dem Hauptfach Traversflöte bei Prof. Michael Schmidt-Casdorff. Miho Shirai ist auch eine jahrelang erfahrene Pädagogin. Seit 2003 unterrichtet sie an mehreren Musikschulen und gibt privaten Unterricht für Kinder und Erwachsene.

 

Ada Tanir

Die gebürtige Türkin Ada Tanir kam nach ihren Studien am Staatlichen Konservatorium von Ankara in den Fächern Klavier und Musikwissenschaft nach Berlin. Zunächst studierte sie Musiktheorie bei Prof. Jürgen Ganzer und im Nebenfach Cembalo bei Armin Thalheim an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler” Berlin. Im Anschluss studierte sie zwei Jahre Cembalo in der Klasse von Prof. Mitzi Meyerson an der Universität der Künste Berlin. Aufbauend absolvierte sie ihren Master of Music bei Prof. Christian Rieger an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Sie konzertiert als Solistin und als Continuospielerin u.a. mit Orchestern wie L’arte del mondo und dem Folkwang Kammerorchester. Im kammermusikalischen Bereich ist sie Mitglied in den Ensembles Afflato, ombre et soleil, und Bellamira. Außerdem arbeitet sie als Klavier- und Cembalopädagogin sowie als Theorielehrerin in verschiedenen Institutionen in NRW.

 

Felix Zimmermann

Felix Zimmermann studierte zunächst an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei Stefan Giglberger, anschließend vertiefte er seine Ausbildung an der Folkwang Universität der Künste in Essen bei Prof. Young-Chang Cho. Schon während dieses Studiums sammelte er Erfahrungen im Orchesterspiel unter anderem bei den Hamburger Philharmonikern, den Essener Philharmonikern, dem Schleswig-Holstein-Festivalorchester, und dem Folkwang Kammerorchester Essen. Sein größtes Interesse gilt jedoch seit jeher den kleineren Formationen: Er ist ein geschätzter Kammermusikpartner und tritt regelmäßig in verschiedenen Besetzungen auf. Durch Arbeitsphasen mit Reinhard Goebel und Stefan Schardt wurde sein Interesse für die Alte Musik geweckt, in der es neue musikalische Horizonte zu erschließen galt. Seither beschäftigt er sich intensiv mit dem Barockcellospiel – aktuell studiert er an der Folkwang-Universität Essen in der Klasse von Markus Möllenbeck.

 

Programm-
vorschläge

Die jeweiligen Programme können wir je nach Wunsch in der Länge einteilig (ca.eine Stunde) oder zweiteilig (mit Pause) gestalten.

 

Preußisch galant – Musik am Hofe Friedrichs II.

mit Werken von C. Ph. E. Bach, J.J. Quantz, J.G. Janitsch u.a.

Das berühmte Gemälde „Flötenkonzert Friedrichs des Großen in Sanssouci“ von Adolph Menzel (1815-1905) zeigt im Zentrum den musizierenden König, der als leidenschaftlicher Flötist und Komponist zahlreicher Werke für das Instrument bekannt geworden ist. Doch auf dem Bild sind wie in unserem Programm außer dem Monarchen selbst auch namhafte Musiker, die er an seinen Hof holte wieder zu finden. Unser Konzert soll einen Eindruck vom Musikleben am Hof Friedrichs II. geben und zeigen, dass sich „preußisch“ und „galant“ nicht widersprechen.

 


 

Von Notengift und Blumenzwiebeln – Eine barocke Freundschaft

Solo-, Triosonaten, Kantaten und mehr von G. Fr. Händel und G. Ph. Telemann

Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann haben sich 1720 das erste Mal in Halle getroffen und waren seitdem befreundet. Der vier Jahre ältere Telemann erzählt in seiner Autobiographie, wie er „mit dem damals schon wichtigen“ Händel bekannt wurde und von diesem „beynahe wieder Notengift eingesogen hätte“. Beide waren zeitweise, aber mit über 15 Jahren Abstand an der Hamburger Oper am Gänsemarkt tätig. Als Händel schon in London Erfolge feierte, führte Telemann in Hamburg dessen Werke teils mit eigenen Intermezzi auf. Händel wiederum bediente sich etlicher Motive aus Telemanns Tafelmusik in seinen Kompositionen und schickte seinem Kollegen ein Packet mit Blumenzwiebeln aus England…

 


 

Two Voices & Two Flutes – Musik aus dem barocken London

mit Werken von G. Fr. Händel, J. C. Pepusch, W. de Fesch, u.a.

Der berühmteste Komponist, der England zum neuen Lebensmittelpunkt ernannte ist sicherlich Händel, aber er ist kein Einzelfall: Anfang des 18.Jahrhunderts reisten zahlreiche Musiker nach London, um sich dort eine neue Wirkstätte zu schaffen. Dazu gehören etliche aus Händels direktem Umfeld: sein Schüler Babell, Castrucci, der als Oboist unter Händel spielte, Geminiani, der angeblich mit Händel gemeinsam am königlichen Hof konzertierte. Aber auch der gefeierte Cembalist Charles Dieupart reiste aus Frankreich in die britische Großstadt.

Hörproben und Fotos

Hörproben & Fotos vom Ensemble Afflato

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